Es geht um viel: das ambitionierte Projekt zu stemmen, die noch nie da gewesene Auftragssumme zu erreichen, eine hochkomplexe EDV-Umstellung zu meistern – oder eine Handball-WM zu spielen. In jedem Szenario kommt es darauf an, dass Sie als Führungskraft das Potenzial Ihrer Mitarbeiter optimal nutzen. Wie schlecht bzw. wie gut das funktionieren kann, haben wir bei der Handball EM 2018 und in den vergangenen 14 Tagen bei der Handball-WM 2019 erlebt. 

Bei der EM 2018 hatten der Trainer Christian Prokop und seine Mannschaft einen desolaten Eindruck hinterlassen. Der Nationaltrainer hatte seine Spieler zu Befehlsempfängern degradiert. „Ich wollte meine Spielphilosophie durchdrücken“, sagte er rückblickend in einem Interview mit der „Welt“. Damit erreichte er seine Spieler sprich Mitarbeiter aber nicht. Das Potenzial des Teams aus Weltklasse-Handballern blieb also kaum genutzt auf der Strecke. 

In 2019 erlebten wir ein völlig anderes Verhalten des Bundestrainers Prokop: Dieses Mal richtete er seine Taktik an den Spielern aus und gab ihnen Mitspracherecht. In den Auszeiten dozierte er nicht mehr detailbesessen wie ein Lehrer, sondern regte an wie ein Coach. So konnte jeder Spieler seine individuellen Qualitäten ins Team einbringen und Verantwortung übernehmen.

Wenn Sie ein Team leiten, ähneln Ihre Aufgaben sehr denen eines Nationaltrainers. Was halten Sie davon, wenn Sie und wir alle beim nächsten Teammeeting ein bisschen mehr Prokop 2019 wären? Es lohnt sehr, das hat die Deutsche Handballnationalmannschaft bei der WM 2019 sehr beeindruckend bewiesen – auch wenn es letzten Endes nichts wurde mit einer Medaille! 

Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt und ich habe noch ein paar Restpöstchen aus der gemütlichen Plätzchen- und Lebkuchenzeit auf den Hüften sitzen. Das soll aber nicht so bleiben! Also stellen sich mir zwei Fragen. Erstens: Wie bekomme ich dieses „Zuviel“ möglichst schnell weg? Und zweitens– diese Frage ist mindestens genau so wichtig: Wie macht mir das auch noch Spaß?

  1. mehr Sport
  2. weniger Kohlenhydrate ab 17 Uhr

Vor allem auf die erste Frage habe ich einige Antworten gefundenUm es mir möglichst leicht zu machen,konzentriere ich mich allerdings auf zwei Tipps (das wiederum erhöht den Spaßfaktor und ist damit auch eine Antwort auf die zweite Frage):

„mehr Sport“ heißt bei mir konkret – also messbar:
Ich laufe mindestens 5 x pro Woche ca. 6 Kilometer und ergänze das Ganze um mein Fitness-Programm aus dem letzten Jahr (60 Liegestütz, 60 Kniebeugen und 60 sit-ups).

„weniger Kohlenhydrate ab 17 Uhr“ bedeutet in meinem Alltag:
An den 5 Tagen, an denen ich meinen Sport treibe, verzichte ich ab 17 Uhr auf Kohlenhydrate.

Hört sich für Sie nicht sonderlich spektakulär an? Also für mich ist vor allem das Ziel „weniger Kohlenhydrate“ eine große Herausforderung. Um hier trotzdem „dran zu bleiben“ UND sogar noch Spaß zu haben, brauche ich deshalb dringend Unterstützung. Diese Unterstützung habe ich mir von außen geholt – und zwar in Form eines Armbandes. Ja, Sie lesen richtig, ein Armband ist mein Rettungsanker in den manchmal stürmischen Zeiten meiner Challenge! Das funktioniert ganz einfach: Wenn ich meine Ziele erreiche, darf ich das Armband rechts tragen. Wenn ich bei einem der Ziele „abloose“, muss das Armband an den linken Arm.

Meine Familie und Freunde kennen meine Abmachung mit mir selbst. Und damit ist mir der soziale Druck sicher. Vor allem meine Kinder schauen sehr genau hin, an welchem Arm ich mein Armband trage ;-). Da überlege ich mir schon sehr reiflich, ob ich nach 17.00 Uhr noch einen kleinen Bissen vom frisch gebackenen Brot nehme. Das bedeutet nämlich, dass ich sofort zu einem armseligen Armband-Links-Träger mutiere – und sich meine Kinder ein bisschen Schadenfreude kaum verkneifen können… Damit nicht nur meine Familie Spaß an der Challenge hat, sondern auch ich, feiere ich jeden Tag, an dem ich meine Ziele erreiche. Wie die Feierei aussieht, ist sehr unterschiedlich: das reicht von richtig Abtanzen bis hin zu einem wunderbaren Glas Rotwein oder einfach „nur“ ganz tief durchatmen. Und dass ich inzwischen merke, wie ich immer fitter werde, macht mir natürlich auch jede Menge Spaß und gute Gefühle! Wie wär’s, wollen Sie es auch mal ausprobieren? Dann hat mein Artikel seinen Zweck voll und ganz erfüllt – auch das macht mir riesig Spaß! 

Wir lieben dieses Gedicht von Charlie Chaplin. Und deshalb schicken wir es Ihnen zusammen mit ganz vielen guten Wünschen für ein ein fantastisches 2019 voller Lebensfreude und Liebe (inklusive jeder Menge viel Selbstliebe).